... etwas Spaß muss sein
Amüsantes aus der Juristerei
Im Bereich des Versicherungsrechts hat man oft mit umfangreichen und rechtlich komplizierten Sachverhalten zu kämpfen. Dass es bei der Arbeit im Bereich des Versicherungsrecht, v.a. der Unfallversicherung, aber auch einige amüsante Momente gibt, zeigen folgende Formulierungen aus Briefwechseln von Versicherten mit ihren Versicherungen bzw. ihren Rechtsanwälten/-innen:
Fragebogen der Versicherung:
Wie ist der Brand entstanden?
"Während der Vorbereitung eines Beischlafes geriet wie von Geisterhand die Bettdecke in die einen Meter neben dem Bett stehende Kerze".
Welche Maßnahmen wurden zur Minderung des Schadens unternommen?
"Die Vorbereitungen zum Beischlaf wurden sofort unterbrochen".
"Ich bin schwer krank gewesen und zweimal fast gestorben. Da können Sie mir doch wenigstens das halbe Sterbegeld zahlen."
"Ich teile Ihnen höflichst mit, dass meine Frau auf Anordnung von Dr. M. infolge eines Herzanfalls gestorben ist."
"Ich brauche keine Lebensversicherung. Ich möchte, dass alle richtig traurig sind, wenn ich einmal sterbe."
"Nach dem Tode meines Mannes ist kein größeres Rindvieh mehr auf dem Hofe befindlich."
"Ich habe nun so viele Formulare ausfüllen müssen, dass es mir fast lieber wäre, mein geliebter Mann wäre überhaupt nicht gestorben."
"Bitte ändern Sie meinen Vertrag so ab, dass bei meinem Todesfall die Versicherungssumme an mich bezahlt wird."
"Auf Ihre Lebensversicherung kann ich verzichten. Ich will meinen Familienmitgliedern das hinterlassen, was sie verdient haben ‑ nämlich nichts."
"Sofort nach dem Tod meines Mannes bin ich Witwe geworden."
"Beim Heimkommen fuhr ich versehentlich in eine falsche Grundstücksauffahrt und rammte einen Baum, der bei mir dort nicht stand."
"Im hohen Tempo näherte sich mir die Telegrafenstange. Ich schlug einen Zickzackkurs ein, aber dennoch traf die Telegrafenstange am Kühler."
"Ich fuhr mit meinem Wagen gegen die Leitschiene, überschlug mich und prallte gegen einen Baum. Dann verlor ich die Herrschaft über mein Auto."
"Schon bevor ich ihn anfuhr, war ich davon überzeugt, dass dieser alte Mann nie die andere Straßenseite erreichen würde."
"Ich sah ein trauriges Gesicht langsam vorüberschweben, dann schlug der Herr auf dem Dach meines Wagens auf."
"Ich ging über die Straße und überquerte den Mittelstreifen. Da schaltete die Ampel auf Rot. Ich verweilte auf dem Mittelstreifen und hörte einer Kohlmeise beim Gesang zu. Der Motorradfahrer, der zu knapp und zu schnell vorbeifuhr, erwischte mich an meinem rechten Arm. Ich drehte mich wie ein Wirbel auf meiner linken Zehe, da sprach eine innere Stimme zu mir, ´jetzt leg´Dich hin!`. Ich legte mich hin und - da ich zuwenig Luft bekam - spuckte mein Werthers-Echte-Bonbon aus."
"Der Bursche war überall und nirgends auf der Straße. Ich musste mehrmals kurven, bevor ich ihn traf."
"Ich hatte den ganzen Tag Pflanzen eingekauft. Als ich die Kreuzung erreichte, wuchs plötzlich ein Baum in mein Blickfeld, und ich konnte das andere Fahrzeug nicht mehr sehen."
"Ich habe gestern Abend auf der Heimfahrt einen Zaun in etwa 20 Meter Länge umgefahren. Ich wollte Ihnen den Schaden vorsorglich melden, bezahlen brauchen Sie nichts, denn ich bin unerkannt entkommen."
"Ich habe noch nie Fahrerflucht begangen. Im Gegenteil: Ich musste immer weggetragen werden."
"Mein Auto fuhr einfach geradeaus, was in einer Kurve allgemein zum Verlassen der Straße führt."
"Ich fuhr rückwärts eine steile Straße hinunter, durchbrach einen Grundstücksmauer und rammte einen Bungalow. Ich konnte mich einfach nicht mehr erinnern, wo das Bremspedal angebracht ist."
"Ein Fußgänger kam plötzlich vom Bürgersteig und verschwand dann wortlos unter meinem Wagen.
"Der Mopedfahrer, der am Tatort alles miterlebte, hatte der Fahrerin meines Pkw aufrichtig erklärt, dass er seiner Zeugungspflicht nachkommen wird."
"Ein unsichtbares Fahrzeug kam aus dem Nichts, stieß mit mir zusammen und verschwand dann spurlos."
"Nachdem ich vierzig Jahre lang gefahren bin, schlief ich am Lenkrad ein."
"Zunächst sagte ich der Polizei, ich sei nicht verletzt, aber als ich den Hut abnahm, bemerkte ich den Schädelbruch".
"Die Polizisten, die den Unfall aufnahmen, bekamen von meiner Braut alles gezeigt, was sie sehen wollten."
"An der Kreuzung hatte ich einen unvorhergesehenen Anfall von Farbenblindheit."
„Ich musste so schnell fahren, um einen Stein aus dem Reifenprofil herauszuschleudern.“
„Ich musste meinen im Koma liegenden Wellensittich zum Tierarzt bringen.“
"Wäre ich nicht versichert, hätte ich den Unfall nie gehabt.“
„Ich entfernte mich vom Straßenrand, warf einen Blick auf meine Schwiegermutter und fuhr die Böschung hinunter."
"Mein Dachschaden wurde wie vorgesehen am Montagmorgen behoben."
"Als ich eine Fliege erschlagen wollte, erwischte ich den Telefonmast.“
„Ich musste mich während des Fahrens einer Wespe erwehren, die mich stechen wollte“
"Bei dem Autounfall wurde mein Schwiegersohn nicht verletzt, denn er war gar nicht mitgefahren.
"Der Kraftsachverständige war völlig ungehalten, als er auf mein Vorderteil blickte."
„Im gesetzlich zulässigen Höchsttempo kollidierte ich mit einer unvorschriftsmäßigen Frau in der Gegenrichtung."
„Vor mir fuhr ein riesiger LKW. Der Sog war so groß, dass ich über die Kreuzung gezogen wurde“.
"Der Fußgänger hatte anscheinend keine Ahnung, in welche Richtung er gehen sollte, und so überfuhr ich ihn."
„Ich fand ein großes Schlagloch und blieb in demselben."
"Das andere Auto kollidierte mit dem meinigen, ohne mir vorher seine Absicht mitzuteilen."
"Durch den Auffahrunfall wurde das Hinterteil meines Vordermannes verknittert."
„Ihr Versicherungsnehmer fuhr vorne in meinen Frisiersalon. Während der Reparaturzeit war ich nur beschränkt tätig. Ich konnte meine Kunden nur noch hinten rasieren und schneiden."
"Zwischenzeitlich wurde der Gehgips am rechten Arm entfernt."
"Hiermit übersende ich Ihnen zwei Rechnungen von meiner Frau und den zwei Kindern, die gestern eingegangen sind."
"Ihre Argumente sind wirklich schwach. Für solche faulen Ausreden müssen Sie sich einen Dümmeren suchen, aber den werden Sie kaum finden."
"Alle Rechnung, die ich erhalte, bezahle ich niemals sofort. Die Rechnungen werden vielmehr in eine große Trommel geschüttet, aus der ich am Anfang jeden Monats drei Rechnungen mit verbundenen Augen herausziehe. Diese Rechnungen bezahle ich dann sofort. Ich bitte Sie, zu warten, bis das große Los Sie getroffen hat."
„Ich habe fünf kleine Kinder im Alter‑ von zwei bis acht Jahren und kann wegen Rheumatismus auch nicht mehr so wie früher."
"Wer mir die Geldbörse gestohlen hat kann ich nicht sagen, weil aus meiner Verwandtschaft niemand in der Nähe war."
"Ihr Computer hat mir ein Kind zugelegt. Aber ich habe kein Kind. Schon gar nicht von Ihrem Computer."
"Unabhängig davon, dass ich schon verheiratet bin, fände ich es angemessen, dass Sie mich endlich zur "Frau" machen."
"Man soll den kranken Blinddarm nicht auf die leichte Schulter nehmen, sonst schneit der Tod wie ein Blitzstrahl herein."
"Hiermit kündige ich Ihre Haftpflichtversicherung. Ich bin zur Zeit in Haft und brauche daher keine Haftpflichtversicherung."
"Bitte lassen Sie es mich wissen, wenn Sie dieses Schreiben nicht erhalten haben."
"Die Selbstbeteiligung für mein neues Gebiss finde ich zu hoch, aber ich muss wohl zähneknirschend zahlen."
„Ich dachte, das Fenster sei offen, es war jedoch geschlossen, wie sich herausstellte, als ich meinen Kopf hindurch steckte."
"Ich bin von Beruf Schweißer. Ihr Computer hat an der falschen Stelle gespart und bei meinem Beruf das "w" weggelassen.“


